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Aufbruch in die nächsten Abenteuer 

Noch bevor der 1. November anbricht, wird die Noche de Muertos gefeiert. Ein Ritaul, das wir gerne übernehmen. Den Toten werden liebevolle Altare geschmückt und mit allerlei Leckereien ausgestatet. Denn hier in Mexico glaubt man, das die Seelen der Verstorbenen am 2. November nochmals zurück kommen. Unser erster Weg führt uns nochmals ins Aurero, wo wir auf alte Bekannte stossen und neue Begegnungen machen. 

 

Toll ist er dann, der 1. November rund um den Jardin, vor der Parroquia. Wunderschöne Catrinas stellen sich zur Show, aber auch andere fürchterliche Gestalten feiern fröhlich den Dia de Muertos. Und natürlich gilt auch hier: Süsses oder Saures!

 

Auch wir haben für unser Engelchen zuckersüsse Verführungen bereit gestellt, denn wir sind sicher, ihre Seele wird uns diese Nacht besuchen.

Wir sind im Besitze unserer langersehnten Dokumente und können weiterfahren. Eine kreative Zeit in San Miguel ist zu Ende, Henry ist startklar und wir fiebern neuen Abenteuer entgegen. Es war wunderschön und wir nehmen Abschied von liebgewonnen Nachbarn und nimmersatten Kätzchen.

4. November, wir sind in Guanajuato, mexikos schönster Minenstadt angekommen. Drei Tage nehmen wir uns Zeit, diese bunte Stadt zu besichtigen. In der Callajon de Beso müssen wir uns natürlich küssen und im Don Quijote Museum erfahren wir mehr über diese traurig-tragische Figur.  Das Mumienmuseum macht Gänsehaut und der Anblick der gut konservierten Toten empfinden wir als hässlich-schön. 

Wir haben an Tempo zugelegt und sind schon in Patzcuaro. Wir machen einen Ausflug auf die Insel Janitzio, sind die einzigen Touristen und haben den Eindruck, dass hier die ärmere Bevölkerung zu Hause ist. In der Hochsaison wird das vermutlich durch die vielen bunten Verkaufsstände und Restaurants überstrahlt. 

 

Auf dem Weg nach El Rosario auf der Mex 15 bietet sich ein Abstecher ins Balneario Erendira an. Es ist so herrlich hier, dass wir beschliessen ein paar Ruhetage einzulegen. Wir sind wieder die einzigen Gäste und geniessen die heissen mineralhaltigen Thermalbecken. Die Anlage ist liebevoll gepflegt und wir fühlen uns hier richtig wohl.
 

Ueber 3000 km legen die Monarchfalter von Canada und den Staaten zurück um hier im El Rosario Nationalpark zu überwintern. Zu Tausenden hängen sie erstarrt an den Bäumen, doch soblad die Sonne sie wärmt, schwärmen sie aus, fliegen umher und setzen sich auf alles was ihnen behagt. Dieses wunderbare Schauspiel ist ab Mitte November bis Mitte März zu bewundern. Unsere Führer erklären uns, dass die neue Generation so ziemlich auf den Tag genau, am 20. März wieder zurückfliegt.

Abseits von den bekannten Touristenstrassen gelangen wir ins Valle de Bravo. Die Gegend erinnert uns ans Tessin. Wir finden wieder einen Wohlfühlplatz direkt am See. Herrliches Novemberwetter mit viel Sonnenschein, so gefällt es uns. Wir machen es uns hier gemütlich und der nette Campgroundbesitzer führt uns mit seinem Wagen ins Städtchen Bravo.

Wir lesen, der Nevado de Toluca soll der einzige Drive-in-Vulkan Mexicos sein. Wir beschliessen mit Henry einen Test zu machen, denn immerhin geht es auf über 4000 Meter Höhe. Doch zuerst bleiben wir mal in einer Baustelle stecken. Vor uns geht nichts mehr und hinter uns auch nicht. Aber neben uns arbeitet ein tüchtiger Mexikaner mit seinem Raupenbagger. Wenn wir hinsehen, haben wir das Gefühl, Henry ist bald mit Geröll zugedeckt, doch Gott sei Dank wird die Strasse endlich frei und wir können aufatmen. Bald sind wir auf dem Campground auf ca. 3800 Meter und wir merken, die Luft ist dünn. Nach einer weniger guten Nacht machen wir uns früh morgens mit Henry auf den Weg. Die Schotterpiste nach oben scheint recht gut zu sein und nach 8 km stehen wir vor einer Schranke. Hier ist Schluss, der Rest muss zu Fuss erklimmt werden. So machen wir unsere höchste Wanderung, ein bisschen langsam zwar, doch der Ausblick auf 4620 Meter und mehr ist phänomenal! Hier oben sehen wir auch das erste Mal, in weiter Ferne zwar, den Popocatepetel. Kaum haben wir den Blick von der herrlichen Umgebung gelöst, staunen wir nicht schlecht, als wir Reiter mit Pferden sehen. Günther hat nur eine Erklärung: Wir wandern auf abgelegenen Schmuggelpfaden!

In Puebla und Cholula treffen wir wieder auf unzählige Kirchen und üppig geschmückte Kathedralen. Wieder einmal haben wir das Gefühl, Mexico ist überbevölkert. Tausende Mexikaner sind unterwegs und natürlich ist wieder ein Feiertag. Das macht sich in der ganzen Stadt bemerkbar. Auf der 5 de Mayo (Fussgängerstrasse) ist fast kein Durchkommen mehr und in Cholula wird zur hochgelegenen Kirche Nuestra Señora de los Remedios gepilgert. Und was wir für geröstete Mandeln halten sind in Wirklichkeit im heissen Fett gebratene Heuschrecken!

Der Abschluss dieses erlebnisreichen November macht die "Heimat der Götter". Wir sind in Teotihuacan, ein Ort, wo die Zeit begann. Die Dimensionen sind riesig, die Anlage umfass 4 qkm und vieles ist noch unerforscht. Wir besteigen die Mond- und die Sonnenpyramiden.

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