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New York und Womoübernahme in Baltimore

Jetzt ist es soweit, der grosse Tag ist da. Wir verlassen die Schweiz endgültig auf unbestimmte Zeit. Unser Flug fligt nach Fluplan um 12.50 Uhr ab Zürich und um 19.15 Uhr sind wir bereits in New York. In 6 Stunden sind wir also dort und das mit einem Aufenthalt in Montréal von 1,5 Stunden, Flugmeilen 4065. Einfach und schnell, ach ja die Uhren werden um 8 Stunden zurückgestellt...

Wir sind doch tatsächlich in NY angekommen, wenn auch ein kleines Missgeschick unser Begleiter war.

Zwei Greenhorns auf Reisen:

Am Bahnhof Biel eingecheckt, Koffer aufgegeben mit Bestimmungsort New York. So fahren wir gemütlich im Zug, mit nur Handgepäck zum Flughafen, besteigen die Swiss und haben einen äusserst angenehmen Flug nach Montréal. Wir werden verwöhnt mit gutem Essen, Getränke und haben dank TV, Games und Moovie Kurzeweile. In Montréal steigen wir um und checken für die USA ein. Lassen geduldig alle Sicherheitsmassnahmen über uns ergehen (sind nicht wenige) und nach über einer Stunde passieren wir die Emigrationskontrolle. Doch plötzlich werden wir von Uniformierten gestoppt. Höflich, aber bestimmt werden wir ins Securitybüro geleitet. Unsere Pässe werden zurückbehalten. Wir sitzen ganz verstörrt da, haben Schweissausbrüche und denken an den "death terrorist", was ist geschehen? Wir fassen uns ein Herz und fragen nach. Ja, wir vermissen angeblich ein Gepäck. Unser Koffer, mit Bestimmungsziel New York, dieser Koffer müssen wir in Canada entgegen nehmen und für die USA neu aufgeben. Jetzt steht er verloren da, bei "missing your luggages". In der Zwischenzeit hat unser Flug nach NY abgehoben und wir sitzen im Flughafen fest. Für lange? Tage, Monate, Jahre??? 
Da die Amerikaner ein sehr hilfsbereites Volk sind, werden wir bald mal aus unserer misslichen Situation befreit. Dass heisst, wir werden zu unserem vermissten Koffer geführt und dürfen nochmals mit der Prozedur von Einchecken und Emigrationskontrolle beginnen. Da wir schon wie bunte Hunde bekannt sind, geht es rasch und schmerzlos. Wir bekommen einen neuen Flugschein und sind  nach amerikanischer Zeit so gegen Mitternacht im Hotel.

Die nächsten Tage gehören ganz dem Zauber von New York. Wir sitzen im Starbucks, trinken Kaffee aus Pappbecher, essen Fastfood aus Plastikteller und wundern uns über die riesigen Abfallberge, die tagtäglich produziert werden und jeden Abend die Strassen von New York zieren.

Der Tag der Wahrheit:

Montag, 29. März 2010. Nach einer schlaflosen Nacht in Baltimore schlagen unsere Herzen wie wild. Heute haben wir unser grosses Wiedersehen mit Henry.

Während Günther gelassen mit Herrn Müller, Eskortservice, und weiteren Womofahrer zum Hafen fährt, sitze ich da und bin uhuere ungeduldig. Da Warterei dauert ewig. Doch dann, nach 4 Stunden kommen alle mit einem freudenstrahlenden Gesicht zurück zum Hotel. Alles ist gut gegangen! Kein Kratzer an unserem geliebten Henry, er steht da und lacht uns glücklich an. Himmel sind wir froh ihn zu sehen. Das Wiedersehen ist grossartig. Wir fahren zum KOA-Campground, richten uns ein und haben eine himmlische Nacht im eigenen Bett!

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