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Florida im Regen:

Wenn es in Florida regnet, so ist das ein langanhaltender Wolkenbruch. Es blitzt und donnert und der Wind ist orkanartig. Er rüttelt und schüttelt unseren Henry bis auf sein Gerüst durch. Und weil der Regen mehr als nur nass ist, haben wir bald ein subtropisch feuchtes Klima in unserer wohlig warmen Henrystube! Gott hat aber bald Erbarmen mit uns und es wird schön. Tief blauer Himmel, die Sonne lacht uns an und wir gehen das erste Mal im Gulf of Mexico baden. Wir sind im Georg St. Island State Park, ein letztes Paradies auf Erden. Hier verbringen wir wunderbare Tage. Wir treffen auch Sigrit und Uwe wieder, welche 6 Monate mit ihrem Womo durch die USA fahren. Dank ihrer guten Rutengestaltung ändern wir wieder einmal mehr unsere Pläne und fahren nun doch nach New Orleans.

In Pensacola bleiben wir hängen. Zufälligerweise fahren wir in den Stützpunkt der Marineflieger und Flugzeugträger. Wir besuchen das Museum of Naval Aviation und sammeln Eindrücke vom ersten und zweiten Weltkrieg, dem Korea- und Vietnamkrieg. Zudem sind über 150 Militärflugzeuge aller Generationen ausgestellt und im IMAX-Kino sehen wir grandiose Weltraum-Bilder des Hubble-Teleskop. Wir staunen und finden dieses Museum einfach umwerfend.

Nach diesen grandiosen Eindrücken fahren wir endlich auf der Interstate nach New Orleans. Auf dem KOA Campground stellen wir Henry ab und treffen unsere lieben Hamburger "Sigrid und Uwe" wieder. Gemeinsam fahren wir mit dem Shuttlebus  wir durch den Friedhof in die Stadt. Obwohl New Orleans sehr sauber und "aufgeräumt" aussieht, sind in den Randgebieten, dort wo die etwas weniger Betuchten leben, die verherenden Zerstörungen durch den Hurrican "Katharina"immer noch deutlich sichtbar. Die Häuser sind grossteils verlassen und gammeln vor sich hin. In der Stadt werden wir immer wieder auf die Verwüstungen hingewiesen. Es gibt für Touristen auch eine teure Hurricantour, auf die wir aber verzichten. Wir spazieren lieber zu Fuss durch das French Quartier, hören den Vodoo-Blues und tanzen Rock'n Roll dazu. Im Casino wird Günther reich und wir können uns mit der Natchez die Mississippiflussfahrt leisten. Am letzten Abend auf dem KOA werden wir von Sigried und Uwe zu einem herrlichen Abendessen eingeladen. Da sich unsere Wege nun trennen, verabschieden wir uns wehmütig von einander.

 

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