Florida
Zwei Greenhorns lassen sich nicht abzocken:
Nach erholsamen Tagen im National Forrest am Lake Dorr, möchten
wir doch gerne ins Disneyworld. Unser Gedanke auf den dortigen Campground zu gehen, verwerfen wir
sofort, als wir im Internet die Preise sehen. Eine Uebernachtung über $ 100.-- ! Da tut einem ja
das Liegen weh! Also entscheiden wir uns erst einmal für das Space Center. Doch auch daraus wird
mal nichts, weil ich in der Dusche ausgerutscht bin und nun mit einem dicken Knöchel
umherhumple. Das kommt davon, wenn man ins öftentliche Tröpferlbad geht. So schauen wir uns halt mal einen Tierfilm an:
Am
13. April 2010 gehen wir mit meinem Klumpfuss ins Kennedy Space Center. Ein absulutes muss. Im
IMAX-Kino wird uns die Geschichte der Apollomissionen näher gebracht. Imposant, die ganze
Entwicklung, Tragik, Wissenschaft und Technologie die hinter der Raumfahrt steckt. Und welche
Science fiction die Amis in Zukunft anstreben. Irgandwann leben wir alle im All.
Miami Beach erinnert an Spanien. Ein Ferienressort reiht sich an
das andere. Privatstrand überall. Mit dem Womo keine Chance. Dann gibt es aber noch die
öffentlichen Parkplätze, Preis ab $ 15.-- aufwärts. Wir beschränken uns aufs Durchfahren.
Die Stellplätze werden je näher wir den Keys kommen immer teurer.
Auch die State Parks verlangen in der Zwischenzeit über $ 40.-- die Nacht! Doch einmal wollen wir
uns das Vergnügen gönnen und übernachten im Long Key State Park, direkt am Meer. Mit dem
Sonnenuntergang wird's leider nichts, tief hängen die Wolken über den Keys. Trotzdem fahren wir
bis ans Ende von Florida, Key West, eine Touristenhochburg wo der Doller nur so fliesst. Noch hat
die Wirtschaftskriese die Goldküste Floridas und Key West nicht erreicht.
Die Everglades, für uns das Beste, was Florida zu bieten hat.
Obwohl dieser Nationalpark eine Fläche von 5'600 km hat, ist dies nur noch der kümmerliche Rest
eines riesigen subtropisches Sumpfgebietes, das einst den gesamten Südens und grosse Teile des
Landesinneren umfasste. Bis Ende 2000 wurden dem Gebiet das Trinkwasser für Miami und die
umliegenden Gebiete entzogen. Dies trug ebenfalls zur Zerstörung des sensiblen Ökosystems der
Sümpfe bei.
Unsere Uebersichtskarte sagt uns, dass es bis Salt Lake City bzw. zum
Yellowstone rund 5'000 km und mehr sind. Dies auf der Interstate und ohne Umwege. Also trennen wir
uns schweren Herzens von den Everglades und machen uns auf, Richtung Norden. Die nächsten Tage
werden wohl dem Highway gehören.
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