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Advent in Mexico 

Nicht nur die Staaten, nein auch Mexico hat wunderschöne Nationalparks. Einer davon ist der "El Chico". Wir finden einen tollen Wohlfühlplatz, können wieder mal unser Lagerfeuer machen, haben einsame stille Nächte und machen wunderschöne Wanderungen, direkt von unserem Stellplatz aus.

Leider schlägt das Wetter um und wir sind im dichten Nebel, so beschliessen wir auf der Ruta de Cortés nach El Tajin (Gott des Blitzes) zu fahren. Die Stätte liegt malerisch zwischen Hügeln und ist ca. 12 gkm gross. Hier sollen ca 50'000 Menschen in den Nischenpyramiden gelebt haben. El Tajin soll um das Jahr 1200 verlassen worden sein. Hier sehen wir auch das erste Mal die "Voladores", die fliegenden Menschen.

Es gibt Ruhetage. Wir sind an der Costa Esmeralda und haben einen Wohlfühlplatz: Campingplatz "Mar Esmeralda". Wir stehen ganz vorne mit Blick auf den Golf, haben einen eigenen Swimminpool und schönes Wetter. Hier treffen wir auf Felix und Toni, ein junges Pärchen, ebenfalls auf dem Weg in den Süden. Während ich täglich ins Meer hüpfe und auspanne, wir am kilometerlangen Strand entlang spazieren, sind wir zufrieden über den Verlauf der Dinge, obwohl Günther einen ganzen Tag lang unsere Webasto-Heizung reparieren muss! 

 

Weiter geht es nach Veracruz. Wir übernachten auf dem WalMart/Sam's Platz und am nächsten Tag zeigt uns Jimmy voller Stolz seine Stadt. Er weiss viel über die Geschichte und verehrt Benito Juarez, welcher die verschiedenen Reformen eingeführt hat. So sitzen wir dann auch im berühmten "Grand Café de la Parroquia" wo sich schon die Prominentz von ganz Mexico hat sehen lassen. Und da Jimmy nur spanisch spricht, bin ich gezwungen meine ersten Sätze zu bilden und tatsächlich, wir verstehen uns sogar.

Der kleine Abstecher nach Tlacotalpan lohnt sich auf alle Fälle. Liebevoll wird dieses Städtchen restauriert und erstrahlt in schönen Pastellfarben. Sogar ein Spielcasino haben wir hier gefunden, Höchsteinsatz pro Spiel ein Peso.

Catemaco, unser nächstes Ziel präsentiert sich im Dauergrau und so können wir uns für dieses Städtchen nicht erwärmen. Doch die nähere Umgebung hat seine Reize. Als erstes besuchen wir das Reserva Ecologica Naciyaga, ein Führer erklärt uns auf spanisch alles mögliche, verstehen tun wir nur wenig, doch das spielt keine Rolle, wir geniessen einfach die Natur und den Dschungel. 

 

Auf sehr schlechter Strasse geht es weiter Richtung Golf. Wir sehen ein Hinweisschild mit Palmenstrand und der Auffschrift "Barra de Sontecomapan". Es sind ja nur 8 km, also wagen wir diesen Abstecher. Nach einem Kilometer ist wieder mal Schluss mit dem Strassenbelag und wir kämpfen uns durch Schlaglöcher bis ans Ziel, denn Wenden ist nicht mehr möglich. Wir sind in einem 300-Seelendorf angekommen und können am Ende der Strasse, mit Sicht auf das Meer, bei einem netten Lokal stehen. Hier ist nichts los, wir sind die einzigen Gäste, werden ein bisschen bestaunt, staunen zurück und fühlen uns hier unglaublich wohl. Bei einem herrlichen Abendessen mit köstlichem Fisch und Crevetten lassen wir diesen Tag ausklingen.

Die Mex 175 nach Oaxaca geht über manchen Bergkamm, ist sehr kurvig und wir brauchen 2 Tage bis zu unserem nächsten Ziel. Wir flanieren in der Fussgängerzone von Oaxaca (ohne Autoverkehr), bewundern die schönen Geschäfte und sehen dem bunten Treiben auf dem Zocalo zu. Am Abend verwandelt sich der Platz zu einer Openair-Bühne. Es wird getanzt, gesungen und wie üblich hat es eine Unmenge von Menschen.

Es gibt Strassen, die können mit Henry definitiv nicht gefahren werden. Eine davon ist zum Naturwunder "Hierve el Agua". Da wir das "kochende Wasser" und den versteinerten Wasserfall unbedingt sehen wollen, entschliessen wir uns für eine geführte Tagestour. Wir besichtigen den "Arbol del Tule" an, eine ca. 2000 Jahre alte Zypresse, dann geht es weiter nach "Teotitlan in das Webertal von Oaxaca. Weiter geht's zu einer Schnapsbrennerei, hier wird der bekannte Mezcal hergestellt. In Mitla sehen wir interessante Ausgrabungen, und kommen dann zu unserem eigentlichen Ziel, dem Hierve el Agua.

Gerne wären wir noch länger in Oaxaca geblieben, doch der Trailerpark ist dermassen herunter gewirtschaftet und vorallem einfach laut und zudem noch überteuert, dass wir uns entschliessen weiterzufahren. Der Geheimtipp "Zipolite" erweist sich für uns als ein Hippie-Treff aus den Sechsizigern. Der Pazifik ist von einer Schmutzlauge bedeckt und die Nackedei der Adonis ist uns definitiv zu viel. Auf der Suche nach einem Stellplatz landen wir auf dem Parkplatz von "La Ventanilla", wo wir am nächsten Tag eine herrliche Bootsfahrt in die Mangroven-Laguna machen.

Auf der Suche nach unserer Weihnachtsbucht lenken uns unsere Engelchen an die Playa Tangolunda. Unter Kokospalmen haben wir für die nächsten Tage einen Wohlfühlplatz, baden im herrlich warmen und sauberen Pazific und feiern mit unseren Reisemaskottechen besinnliche Weihnachten.

Unser Weihnachtsurlaub ist zu Ende und wir fahren weiter, Richtung San Cristobal de las Casas. Unterwegs machen wir einen Abstecher zu den Cascadas El Aguacero. Hier müssen wir zuerst mal über 720 Stufen in den Canyon hinuntersteigen, bis wir zum Rio und zu den Wasserfällen kommen. Ein schöner Ausflug, auch wenn wir am nächsten Tag "Spatzen" haben werden.

In der Nähe von Tuxtla kann mit einem Schnellboot in den Canyon "Sumidero" gefahren werden. Die hoch, bis zu 1000 Meter in den Himmel ragenden Felswände links und rechts sind sehr imposant. Eine schöne Fahrt, sieht man vom Abfall, der auf dem Fluss mitschwimmt ab. Auch der Zoo von Tuxtla gefällt uns gut. Er ist sehr naturbelassen und wir sehen viele Tierarten.

Nach soviel Erlebnissen, wollen wir das Jahr geruhsam beenden. Wir verbringen die Silvesternacht auf dem Campingplatz "Rancho San Nicolas" in San Cristobal.

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