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Baja California - hässlich oder schön

Auf der Weiterfahrt Richtung La Paz hoffen wir, endlich in Begeisterung über die Baja auszubrechen. Wieder sind es viele Kilometer durch viel Wüstengebiet. In Begeisterung brechen wir aus, als wir in La Paz einen WalMart sehen. Wieder mal in einem Supermarkt einkaufen, ist das nicht toll? Der nächste schöne Fleck ist der Strand von Tecolote. Hier stehen wir wieder direkt am Meer und könnten eigentlich zufrieden sein, wenn, ja wenn der Wind nicht wäre. Am dritten Tag bläst er so stark, dass wir vor lauter Sand kaum mehr das Wasser sehen. Also beschliessen wir uns einen neuen Standort zu suchen und landen als einzige Gäste auf dem Campround "La Trinidad".

Der Sturm ist vorbei, die Sonne zeigt ihr schönstes Gesicht und wir finden endlich unseren ganz persönlichen Traumstrand bei Km 11 "Playa Viudas" kurz vor Cabo San Lucas. Wir können unser Glück gar nicht fassen, wollen uns aber gleich mal für einige Tage hier niederlassen. Es kommt die Nacht und mit ihr die mexikanische Jugend. Papas Pick-Up und Mamas Mercedes kreisen uns ein. Ramba, Zamba und jeder hat sein Autoradio auf die höchsten Dezibel aufgedreht. Der Bass brummt und wir erleben eine schlaflose Nacht. Mit den ersten Sonnenstrahlen und brummendem Schädel ziehen wir gereizt von dannen. Ach Du schöne Baja.

In unserem Alter verträgt man die Müdigkeit schlecht. Wir wollen nichts mehr sehen, nur einen Platz zum schlafen und bis zum Strand von Tecolote sind es ja nur ca. 220 Km, also kein Problem auch diese Hürde schaffen wir doch mit links. Am Strand angekommen werden wir auch schon von Biggi und Klaus aufs herzlichste begrüsst.Hier lernen wir auch Bruno und Yvonne kennen. Die Beiden sind seit 10 Jahren mit ihrem Seegelboot auf den Weltmeeren unterwegs. Spontan werden wir für den kommenden Tag zur Bootsbesichtigung mit anschliessendem, leckeren Abendessen und einem richtig bodenständigen Jass eingeladen.

Es ist schon Mitte Januar 2011 und wir wollen nochmals zu unserem Lieblingsstrand, die Baja Conception. Biggi und Klaus haben wir soviel vorgeschwärmt, so dass wir uns hier wieder treffen. Wir geniessen ein paar sonnige Tage und beschliessen gemeinsam zum Walwatching bei Guerero Negro zu fahren. Um in die Laguna Ojo de Liebre zu kommen, fahren wir 27 Km schlimme Schotterpiste vorbei an der Salzgewinnungsanlage. Doch es lohnt sich, wir sehen viele Grauwale mit ihren Babys und das ist schon ein ganz spezielles Erlebnis! Schade nur, dass sie sich so schlecht forografieren lassen.

 

Ende Januar versöhnen wir uns mit der Baja, sie zeigt ihr schönstes Gesicht, in  La Bufadora ganz in der Nähe von Ensenada. Wir stehen auf einem Aussichtsplateau, haben einen unvergesslich schönen Blick auf das Meer und die Buchten. Mit einen kleinen Spaziergang können wir das Blowhole, in der die Brandung des Pazifiks das Wasser explosionsartig bis zu 30 m hoch schiessen lässt, bestaunen. In den Monaten März und April muss die Baja wunderschön sein, wenn die Kakteen in voller Blüte stehen. Trotzdem am 3. Februar 2011 verlassen wir die Baja nun endgültig und freuen uns schon wieder auf die Staaten!

 

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