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MEXICO:

Wir sind in Del Rio, im Amistad Nat. Rec. Area geniessen die Sonnenuntergänge und bereiten uns für Mexico vor. Günther bastelt eine neue "Wegfahrsperre" und am 1. April 2011 wollen wir in Del Rio - Ancuña über die Grenze. Es geht soweit auch alles gut, und bald stehen wir vor dem Grenzbeamten. Der sieht uns fassungslos an, holt ein, zwei Kollegen, dann wird telefoniert um uns schliesslich zu sagen, dass die Grenze für private Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt ist. Obwohl wir dieses Gesetz nicht verstehen, bleibt uns nichts anderes übrig, als einen neuen Uebergang zu suchen. Wir entscheiden uns für den Eagle Pass, etwas weiter südlich. Dort werden wir auch äusserst nett abgefertigt, können direkt an der Grenze parkieren und bekommen unser Visum für 6 Monate. 30 Km weiter auf der Mex 57 passieren wir automatisch einen Stützpunkt, wo wir unser 10-Jahres-Permit für den Wagen lösen können. Alles einfach und problemlos.

Wir fahren zügig durch Mexico nach San Miguel de Allende, installieren uns auf dem RV-Platz, mitten im Geschehen. Zu Fuss können wir die Altstadt mit seinen Sehenswürdigkeiten erkunden und sind auch schon von San Miguel hell begeistert. Es gibt soviel zu entdecken, immer wieder finden wir ein neues liebliches, gepflegtes Gässchen. Das Ambiente von San Miguel gefällt uns wahnsinnig gut und wir finden hier alles, was das Herz begehrt. 

Ueberall blüht es in den schönsten Farben, die Gummibäume sind riesig und im el Charco del Ingenio finden wir einzigartige blühende Kakteen. Als einzige Gäste geniessen wir den Spaziergang in diesem botanischen Garten.

 

Viel Spass macht es auf den Märkten zu stöbern. Was es bei uns zu Hause nicht mehr gibt, hier findet man alles.

 

Die Tage in San Miguel vergehen rasch, schon ist es der 15. April und es wird die "Señora de Doleres" verehrt. In der ganzen Stadt werden Brunnen in Altare verwandelt, Familien schmücken ihre privaten Räume und die ganze Stadt ist auf den Beinen um die blumengeschmückten Altare zu bestaunen.

Auch am Palmsonntag sind die Menschen auf den Strassen, schmücken ihre Gassen, verkaufen kunstvoll geflochtene Palmzweige und von der Calle de San Francisco wird Jesus mit seinen 12 Aposteln in die Kirche geführt. Gläubige aller Volksgruppen ziehen mit Singgebeten und ritualen Tänzen durch die Gassen. Die Kirchen sind brechend voll und der Palmsonntag wird gebührend gefeiert.

 

Der Höhepunkt der Osterfeiertage ist der Ostersamstag. Feierlich werden ziehen die Prozessionen durch San Miguels Gassen. Es werden Psalmen und Hymnen gebetet und gesungen und es wird hingebungsvoll dem Leidensweg Christi gedacht. Zum Abschluss der Feiertage werden am Sonntag mit ohrenbetäubendem Knall die Judaspuppen verbrannt.

Dank den guten Tips von Joachim und Bärbel, welche schon etwas länger hier auf dem Campground sind, haben wir in diesem Monat schon sehr viel von San Miguel gesehen. Im Mai werden wir unsere Erkundungstouren fortsetzten. Doch das Schönste hat Joachim hier auf unserem Campground per Video aufgenommen: Wie aus winzigen Kolibrieiern vorwitzige kleine und nimmersatte aber süsse Babies werden. Hier der Link zu den Videos: http://www.reisestationen.de/mediathek/videos/mexiko/

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